einfacher Backup mit rsync

Meine Backups habe ich früher immer mit backup2l gemacht. Bis ich mal einen Restore brauchte und irgendwie backup2l Zicken gemacht hat. Auch von Platzverbrauch und Geschwindigkeit ist backup2l nicht gut - hier wird gezippt und getart, inkrementiert und was weiß ich.

UPDATE: ich habe das ganze auch unter Windows 8.1 probiert und bin daran verzweifelt. Die Verzeichnisse Desktop, Videos, Bilder usw wurden einfach ignoriert. Keine Ahnung. Als Alternative kann ich hier nur das Freeware Programm SyncBackFree nennen. Außerdem war das zurückspielen des Backups (von Win7) nur mit Hürden möglich. Windows 8.1 wollte mich einfach nicht an die Dateien ranlassen.

keine History

Was ich immer gesucht habe ist ein einfacher und vor allem auch schneller Backup. Ein History um eine Datei wiederherzustellen, die ich vor 4 Wochen gelöscht habe, brauche ich nicht, dafür gibt es git.

Mit rsync (für Windows: rsync.zip) lässt sich dies erreichen. In einfachster Variante sieht das dann so aus:

rsync -a --progress --delete /von /nach

Das bedeutet: alles von /von wird nach /nach gesichert. 1:1 ohne zippen oder ähnliches. Und Dateien, die nicht mehr existieren, werden auch im Backup gelöscht.

Im richtigen Leben empfehle ich ein etwas komplexeres Script. Hier meins. Es sichert von / auf ein Verzeichnis auf einer externe Festplatte (/media/ich/Backups/). Ich glaube es ist soweit selbsterklärend.

#!/bin/bash

PROG=$( basename "$0" )

# temp files
INCLUDE="/tmp/$PROG-include"
EXCLUDE="/tmp/$PROG-exclude"
ERRORS="/tmp/$PROG-errors"

DESTINATION="/media/ich/Backups/"

if [ ! -d "$DESTINATION" ]; then
echo "$DESTINATION does not exist - aborting ..."
exit 1
fi

# gather some infos - pre backup
mkdir -p /root/backup/
dpkg --get-selections > /root/backup/dpkg.get-selections

# included / excluded paths
echo "# includes
/home/
/etc/
/usr/local/
/var/
/root/
" > $INCLUDE

echo "# excludes
/bin/
/cdrom/
/dev/
/lib/
/lib32/
/lib64/
/lost+found/
/media/
/mnt/
/opt/
/proc/
/run/
/sbin/
/srv/
/sys/
/tmp/
/usr/
/home/ich/.local/share/Trash/
/home/ich/.mldonkey/temp/
/home/ich/.cache/
" > $EXCLUDE

# do backup to external drive
rsync -a --progress --delete --delete-excluded / --include-from="$INCLUDE" --exclude-from="$EXCLUDE" "$DESTINATION" 2> "$ERRORS"

if [ -f "$ERRORS" -a $( cat "$ERRORS" | wc -l ) -ne 0 ]; then
echo "##### vvv ERRORS vvv #####"
cat "$ERRORS"
echo "##### ^^^ ERRORS ^^^ #####"
else
echo "#####   no  errors   #####"
fi

echo -n "umount $DESTINATION (y/n)? "
read -n 1 taste
echo
if [ $taste == "y" ]; then
echo "unmounting ..."
umount "$DESTINATION"
fi

WhatsAPP, Threema, Telegram im Vergleich

Ohne viel bla, bla, hier der Vergleich, zusammengetragen aus den Infos auf den Webseiten der Hersteller:

telegramVSthreema

Die Userzahlen sind mir nicht bekannt, dürften aber derzeit so liegen:

  • Telegram: 5-10 Millionen
  • Threema: 500.000
  • WhatsAPP: 450 Millionen

mein Ergebnis, nur für mich:

  • Threema sollte unbedingt nutzen, wer sich gegenüber WhatsAPP sogar noch verschlechtern möchte
  • WhatsAPP sollte unbedingt nutzen, wem alles scheißegal ist
  • Telegram sollte unbedingt nutzen, wer den aktuellen Aufruhr als Chance zum Wechsel zu einer deutlich besseren Messenger-APP sieht

Noch was zu Verschlüsselungen:

Angeblich ist die Verschlüsselung von Telegram angreifbar. Das hat man rausgefunden, als man in den Code geguckt hat (ist ja open source). Die Entwickler sind sich sicher: Telegram ist sicher. Sie haben sogar $200.000 ausgelobt, für den ersten, der die Verschlüsselung knackt. Dagegen ist die Sache bei WhatsAPP und Threema völlig nebulös, da diese Programme closed source sind.

Jeder Nutzer sollte sich aber zumindest darüber im klaren sein, das sein Smartphone-Adressbuch auf den Servern des Anbieters liegt und auch munter damit abgeglichen wird.

Also: Nutzt die Gunst der Stunde und überzeugt Freunde und Verwandte, endlich mal einen besseren Messenger zu installieren! Verabschiedet euch von den Apps, deren Programmierer im Dornröschenschlaf vor sich dahindämmern.

Ob es nun Telegram oder irgendetwas anderes wird, müsst ihr selbst entscheiden. Aber nach diesem Vergleich dürfte klar sein, dass Threema keine Alternative zu WhatsAPP ist.

Was meint ihr? Welches ist der beste Messenger?

UPDATE 27.2.14 - open source ist Telegram auch nicht wirklich. Zumindest aber zum Teil. Warum gibt es aber im Play Store die Version 1.3.25 und auf github nur die Sourcen für 1.3.21?

Linux: Video schneiden ohne neukodieren

Videos auf der Kommandozeile schneiden geht prima mit ffmpeg:

ffmpeg -i INFILE.mp4 -vcodec copy -acodec copy -ss 00:01:00.000 -t 00:00:10.000 OUTFILE.mp4

Wichtig sind hier die Optionen -ss und -t:

  • -ss: Startzeitpunkt
  • -t: Dauer

Das ganze geht so schnell, dass man sich erstmal wundert, ob er überhaupt was gemacht hat! 😉

Wenn Probleme auftreten - z. B. Video lässt sich nicht abspielen -, dann kann man ja immer noch neu kodieren, indem man -vcodec copy -acodec copy entfernt.

KeePassX fügt @ nicht ein

Wenn man mit KeePassX Login-Seiten automatisch ausfüllen lässt, und der Username ein at-Zeichen (@) enthält, fügt KeePassX stattdessen ein ⅛-Zeichen ein. Mit diesem Befehl kann man Abhilfe schaffen:

setxkbmap de

Diesen Befehl kann man auch beim Startup ausführen lassen, indem man ihn einfach in die Startprogramme aufnimmen (Dash > Startprogramme). Dort muss er dann aber so lauten:

bash -c "setxkbmap de"

Webseiten-Screenshots einfach erstellen

Im Firefox gibt es einige coole Entwickler-Tools. Zwei davon werde ich hier verwenden:

Entwickler-Symbolleiste

Um einen Screenshot einer ganzen Seite - ohne scrollen! - zu erstellen, ruft man mit Umschalt-F2 die Entwickler-Symbolleiste auf und gibt diesen Befehl ein:

screenshot --fullpage shot.png

Achtung: die Zieldatei wird gnadenlos überschrieben, sofern sie schon vorhanden ist.

Firefox - Bildschirmgrößen testenBildschirmgrößen testen

Mit Umschalt-Strg-M ruft man das Tool zum Bildschirmgrößen testen auf. Hier kann man die gewünschte Browserfenstergröße einstellen und dort auch gleich Fotos knipsen.

Das Tool ist zwar für die Entwicklung responsiver Webseiten gedacht, aber für Screenshots ist es auch klasse.

In der Auswahlleiste für die Aufösungen kann man auch selbst eingestellte Größen speichern. Sehr praktisch um immer gleich große Screenshots zum Beispiel für einen Blog zu erstellen.

Festplattentemperatur in PSensor anzeigen

Um die Festplattentemperatur anzuzeigen bietet sich hddtemp an. Da es aber mit root-Rechten laufen muss, kommt PSensor nicht an die Daten ran.

Abhilfe: hddtemp als daemon starten:

  • /etc/default/hddtemp editieren:
    • RUN_DAEMON="true"
    • DISKS="/dev/sda" - oder was bei dir zutrifft
  • speichern
  • reboot

Wer das ohne reboot mal ausprobieren möchte:

sudo hddtemp -d /dev/sda

und jetzt PSensor neu starten.

eigene Google Maps Karten in die Webseite einbinden

Bei den normalen eingebetteten Google Maps ist das Bubble-Menü nicht so toll, denn da taucht zum Beispiel der Name des Autors der Karte auf. Wenn man eine Karte für jemand anderes Webseite erstellt, hat das da nix zu suchen.

Die neuen Google Maps Karten auf Google Maps Engine lassen sich zwar ganz normal einbinden, aber man kann den anfänglichen Zoom-Faktor nicht beeinflussen.

Man kann die Karten aber mit den normalen Google Maps anzeigen lassen:

  • Karte in Google Maps Engine erstellen
  • Links auf den aufgeklappten Ordner (neben "Ebene hinzufügen") klicken
  • "In KML exportieren" auswählen
  • "Daten mit dem Netzwerk-Link-KML-Dokument aktuell halten" auswählen
  • "Herunterladen" klicken
  • In der heruntergeladenen Datei den Link heraussuchen ("http://mapsengine.google.com/map/kml?mid=...")
  • Auf normale Google Maps gehen
  • Den Link aus der KML-Datei in die Sucheleiste einfügen und Enter drücken
  • Oben Links auf das Ketten-Symbol klicken - neben dem Drucker-Symbol
  • "Eingebettete Karte anpassen und Vorschau anzeigen" auswählen
  • Zoom-Level einstellen
  • Unten den HTML-Code kopieren und in die Webseite einfügen

Nachteil: Es werden in den Popup-Bubbles nur die Daten, die man selbst eingegeben hat, angezeigt und Zeilenumbrüche aus dem Textfeld funktionieren auch nicht.

Vorteil: in den Bubbles steht nur das nötigste und zum Beispiel nicht der Autorenname.

Ein Beispiel sieht man hier: http://confiserie-schroeder.de/verkaufsstellen

mehrere Videos zusammenfügen – ohne sie neu zu kodieren

Wenn man zum Beispiel mit Handbrake eine DVD mit mehreren Kapiteln rippt, bekommt man als Ergebnis unweigerlich mehrere Dateien heraus.

Mit ffmpeg lassen sich mehrere Videos schnell zusammenfügen:

ffmpeg -i "concat:teil1.m4v|teil2.m4v" -c copy output.m4v

- copy sorgt dafür, dass die Videos nicht neu kodiert werden. Das Zusammenfügen geht dadurch sehr schnell.

Falls das nicht klappt: Eine Datei videos.txt mit Dateinamen der Videos erstellen – dieses Format:

file 'teil1.m4v'
file 'teil2.m4v'

Dann diesen Befehl verwenden:

ffmpeg -f concat -i videos.txt -c copy output.m4v
Funktioniert nicht?

Bekommst du diese Meldung

Unrecognized option ‘c’
Failed to set value ‘copy’ for option ‘c’

oder die Meldung, dass concat eine nicht bekannte Funktion ist, liegt es daran: ffmpeg ist in den meisten Distros nicht in der aktuellsten Version vorhanden; concat und copy funktionieren nicht. Hier eine Anleitung um sich die aktuellste ffmpeg-Version selbst zu kompilieren. Dauert ewig, aber funzt problemlos.