Goa – Nord und Süd

8. bis 23. Oktober 2015

Von Pune aus mus ich erstmal an den Strand - das Wasser ruft. Der Nachtbus ist ganz ok. Nur dass er kein Klo an Bord hat, ist etwas schlecht. Zuerst verbringe ich ein paar Tage in Arambol - DER Hippiestrand - angeblich.

Es sind aber eigentlich überwiegend kiffende Israelis in bunten Klamotten da - da fehlt noch was zum Hippielife, finde ich. Die Saison hat aber auch noch nicht ganz begonnen. Trotzdem ist schon ganz schön was los. Ob man das haben muss, zur High Season?

Auf jeden Fall lenze ich erstmal ordentlich und mach nix anderes als arbeiten, essen, schlafen, ins Wasser hüpfen. Freiheit ist schon was feines.

ach, weißte ...
Arambol Beach
viele Läden sind noch zu

Viele Läden sind noch zu. Und was auch interessant ist, ist dass neue Läden nicht mehr direkt am Strand gebaut werden dürfen (schon seit 1994). Mindestens 200m vom Meer entfernt müssen sie sein. Alles was da rumsteht und nicht so alt ist, kann schonmal der mehr oder weniger unangekündigt auftauchenden Baggerschaufel zum Opfer fallen. Deshalb wird auch nur noch aus Bambus gebaut - man weiß ja nie, wer so vorbeirollt.

Sonnenuntergang auf Romulus IV
Santosch - "40 Rupees for a Snickers - are you nuts!!!"

Mit Santosh - einem Saisonbauarbeiter trinke ich den einen Abend einen über den Durst. Er kann sich nix leisten, kriegt 10 Euro (700 Rupien) pro Tag Schufterei, muss davon noch Essen kaufen und pennt am Strand. Ein halbes Jahr lang. Dann geht es zurück nach Tamil Nadu (Südindien). Dort hat er keinen Job.

Als er erzählt, wie er als 15-jähriger für 35 Rupien (heute sind das 0,50 Euro) pro Tag als Tellerwäscher in Hyderabad angefangen hat, lachen wir uns halb tot. Denn nach 3 Tagen ist er wieder in den Zug gestiegen weil er so großes Heimweh nach seinem Dorf hatte 🙂

Sweetlake Beach

Ich fahre weiter nach Agonda, ganz fürstlich mit dem Taxi. Haarsträubend, das muss man sagen. Der Fahrer gibt Gas als wäre es sein letzter Tag auf Erden. Die beiden Engländer, mit denen ich das Taxi und den Fahrpreis teile, sind auch nicht mehr so entspannt wie am Abend zuvor.

Agonda, das ist weit im Süden von Indien. Hier verbringe ich die Tage mit ... etwas arbeiten, essen, schlafen und ins Wasser springen! Und mit Wohnungssuche - hier wollen wir ein paar Monate bleiben - eventuell.

husch husch, die Schweinchen wollen zu Mama
verfallene Villen - da hat der US-Investor leider das Portemonnaie zugemacht
wenn man hier Schubkarren importieren würde, wären Millionen Leute arbeitslos

Das mit den Schubkarren ist gar nicht mal so abwegig. Hier wird alles getragen: Sand in Schüsseln und Körben auf dem Kopf, Steinplatten einzeln oder im Duo, Holzbalken und -platten, Steine, usw.

Rechts im Bild ist der Besitzer vom "Ressort" in dem ich wohne. Er heißt Dingens (wie fast jeder hier) und kommt aus Nepal (wie ganz viele hier). Und er spricht fließend deutsch, weil eigentlich kommt er ja aus Berlin. Fühlt sich dort aber auch nach 15 Jahren als Ausländer.

einer vor Kola Beach
Kola Beach
die freche Palme
Patnem

Patnem! Das ist der Strand an dem ich wohnen will - noch ruhiger als Agonda und eine kleine Stadt ist in der Nähe. Agonda ist wirklich zu weit vom Schuss weg. Mal sehen ob da noch was zu kriegen ist, wenn wir dort im November aufschlagen.

Agonda Beach Road
ganz früh morgens in Agonda
meine Hütte, meine Hängematte
am Talpona Beach
going to Galgibaga Beach

Von Goa fliege ich weiter nach Nepal!! Ich bin gespannt wie aan Flitzebogen!

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