Uberspace: mehrere Domains aufschalten

Bei Uberspace.de kann man mehrere Domains auf seinen Server aufschalten. Dies sei hier an einem halbwegs echten Bespiel dargestellt:

  • Uberspace-Server: hamal.uberspace.de
  • Domain: koemtoria.de
  • Subdomain: www.koemtoria.de - soll das gleiche wie koemtoria.de beinhalten
  • Subdomain: blog.koemtoria.de - soll einen eigenen Webspace bekommen
  • Mail: abc@koemtoria.de als Catchall
  • Mail: weitere@koemtoria.de als weitere Absender-Identität für abc@koemtoria.de

Für weitere Domains einfach diesen Guide nochmal durchführen.

Domains in Uberspace registrieren

  • uberspace-add-domain -d koemtoria.de -w
  • uberspace-add-domain -d www.koemtoria.de -w
  • uberspace-add-domain -d blog.koemtoria.de -w

Alle drei dieser Befehle geben das gleiche aus. Dies sind die IP-Adressen, die beim Domainregistrar in die DNS-Einträge einzutragen sind.

Und fürs Mailing:

  • uberspace-add-domain -m -d koemtoria.de -e koemtoria

Mit der Option -e wird ein sog. Namespace fürs Mailing vergeben. Dieser ist beliebig, darf aber bestimmte Zeichnen nicht enthalten.

DNS-Einträge

Jetzt musst du zu deinem Domain-Registrar und dort das Erfassen, was die uberspace-add-domain Befehle ausgespuckt haben. Es sind also die A (=IPv4) und die AAAA (IPv6) Einträge vorzunehmen für:

  • koemtoria.de
  • www.koemtoria.de
  • blog.koemtoria.de
  • autoconfig.koemtoria.de - dient später deinem Mailprogramm zur automatischen Konfiguration
  • autodiscover.koemtoria.de - wie autoconfig

Bei manchen kann man auch einfach *.koemtoria.de als Domain angeben und hat somit gleich alle im Sack.

Außerdem muss noch der MX-Record (für Mail) angelegt werden.

  • Domain: koemtoria.de
  • Typ: MX
  • Prio bzw. Wert: 10
  • Server: hamal.uberspace.de

Jetzt heißt es: warten bis die DNS-Einträge global wirksam werden. Dies kann z. B. mit dem dig-Kommando überprüft werden. Und zwar nicht auf dem Uberspace-Server, da sie dort (glaube ich zumindest) sofort nach dem registrieren wirksam sind:

  • dig koemtoria.de A; dig koemtoria.de AAAA; dig koemtoria.de MX

dig gibt vor der IP-Adresse bzw. dem Mailserver auch eine bis zu 5-stellige Zahl aus. Dies sind die Sekunden, bis der jetzige DNS-Eintrag abläuft.

Verzeichnisse für Webspace anlegen

  • cd /var/www/virtual/$USER/
  • mkdir koemtoria.de
  • ln -s koemtoria.de www.koemtoria.de
  • mkdir blog.koemtoria.de

Jetzt kann man schon Web-Content in die Verzeichnisse packen: echo "ich bin da" > index.html

Mailadresse im Uberspace registrieren

Für meine Mailadresse abc@koemtoria.de ist dieser Befehl abzusetzen:

  • vsetup
  • vadduser koemtoria-abc

Der Name setzt sich zusammen aus dem Namespace koemtoria und dem Mail-User abc

Catchall einrichten

Mit dem folgenden Befehl landen alle Mails an koemtoria.de im Maildir des Users abc:

  • echo ./users/koemtoria-abc/ > ~/.qmail-koemtoria-default

Mailprogramm einrichten

Hier: mit Thunderbird.

IMAP

  • User: abc@koemtoria.de
  • Passwort: wie bei vadduser vergeben
  • Port: 993
  • Sicherheit: SSL/TLS, Passwort normal
  • Server: hamal.uberspace.de

SMTP

  • User: abc@koemtoria.de
  • Passwort: wie bei vadduser vergeben
  • Port: 587
  • Sicherheit: STARTTLS, Passwort normal
  • Server: hamal.uberspace.de

Weitere Identität in Thunderbird einrichten

  • Bei IMAP-Server-Einstellungen auf "weitere Identitäten" klicken
  • weitere@koemtoria.de als Mailadresse erfassen
  • abc@koemtoria.de als SMTP-Server auswählen

AMD Catalyst Treiber in Ubuntu 14.04 installieren

Lädt man den Treiber von der AMD-Webseite runter, kann man ihn nicht installieren, da ia32-libs & Co fehlen und nicht installiert werden können. Hier eine Kurzanleitung mit diversen Neustarts:

sudo apt-get remove --purge fglrx fglrx-amdcccle fglrx-updates fglrx-amdcccle-updates

Rechner neustarten.

sudo apt-get install linux-headers-generic fglrx fglrx-amdcccle
sudo /usr/lib/fglrx/switchlibGL amd

Rechner neustarten.

sudo aticonfig --adapter=all --initial

Rechner neustarten. Jetzt kann man im Dash das AMD Catalyst Control Center starten. Von Kommandozeile geht das auch:

sudo amdcccle

Weitere Infos zum Thema gibt's hier.

einfacher Backup mit rsync

Meine Backups habe ich früher immer mit backup2l gemacht. Bis ich mal einen Restore brauchte und irgendwie backup2l Zicken gemacht hat. Auch von Platzverbrauch und Geschwindigkeit ist backup2l nicht gut - hier wird gezippt und getart, inkrementiert und was weiß ich.

UPDATE: ich habe das ganze auch unter Windows 8.1 probiert und bin daran verzweifelt. Die Verzeichnisse Desktop, Videos, Bilder usw wurden einfach ignoriert. Keine Ahnung. Als Alternative kann ich hier nur das Freeware Programm SyncBackFree nennen. Außerdem war das zurückspielen des Backups (von Win7) nur mit Hürden möglich. Windows 8.1 wollte mich einfach nicht an die Dateien ranlassen.

keine History

Was ich immer gesucht habe ist ein einfacher und vor allem auch schneller Backup. Ein History um eine Datei wiederherzustellen, die ich vor 4 Wochen gelöscht habe, brauche ich nicht, dafür gibt es git.

Mit rsync (für Windows: rsync.zip) lässt sich dies erreichen. In einfachster Variante sieht das dann so aus:

rsync -a --progress --delete /von /nach

Das bedeutet: alles von /von wird nach /nach gesichert. 1:1 ohne zippen oder ähnliches. Und Dateien, die nicht mehr existieren, werden auch im Backup gelöscht.

Im richtigen Leben empfehle ich ein etwas komplexeres Script. Hier meins. Es sichert von / auf ein Verzeichnis auf einer externe Festplatte (/media/ich/Backups/). Ich glaube es ist soweit selbsterklärend.

#!/bin/bash

PROG=$( basename "$0" )

# temp files
INCLUDE="/tmp/$PROG-include"
EXCLUDE="/tmp/$PROG-exclude"
ERRORS="/tmp/$PROG-errors"

DESTINATION="/media/ich/Backups/"

if [ ! -d "$DESTINATION" ]; then
echo "$DESTINATION does not exist - aborting ..."
exit 1
fi

# gather some infos - pre backup
mkdir -p /root/backup/
dpkg --get-selections > /root/backup/dpkg.get-selections

# included / excluded paths
echo "# includes
/home/
/etc/
/usr/local/
/var/
/root/
" > $INCLUDE

echo "# excludes
/bin/
/cdrom/
/dev/
/lib/
/lib32/
/lib64/
/lost+found/
/media/
/mnt/
/opt/
/proc/
/run/
/sbin/
/srv/
/sys/
/tmp/
/usr/
/home/ich/.local/share/Trash/
/home/ich/.mldonkey/temp/
/home/ich/.cache/
" > $EXCLUDE

# do backup to external drive
rsync -a --progress --delete --delete-excluded / --include-from="$INCLUDE" --exclude-from="$EXCLUDE" "$DESTINATION" 2> "$ERRORS"

if [ -f "$ERRORS" -a $( cat "$ERRORS" | wc -l ) -ne 0 ]; then
echo "##### vvv ERRORS vvv #####"
cat "$ERRORS"
echo "##### ^^^ ERRORS ^^^ #####"
else
echo "#####   no  errors   #####"
fi

echo -n "umount $DESTINATION (y/n)? "
read -n 1 taste
echo
if [ $taste == "y" ]; then
echo "unmounting ..."
umount "$DESTINATION"
fi

Linux: Video schneiden ohne neukodieren

Videos auf der Kommandozeile schneiden geht prima mit ffmpeg:

ffmpeg -i INFILE.mp4 -vcodec copy -acodec copy -ss 00:01:00.000 -t 00:00:10.000 OUTFILE.mp4

Wichtig sind hier die Optionen -ss und -t:

  • -ss: Startzeitpunkt
  • -t: Dauer

Das ganze geht so schnell, dass man sich erstmal wundert, ob er überhaupt was gemacht hat! 😉

Wenn Probleme auftreten - z. B. Video lässt sich nicht abspielen -, dann kann man ja immer noch neu kodieren, indem man -vcodec copy -acodec copy entfernt.

KeePassX fügt @ nicht ein

Wenn man mit KeePassX Login-Seiten automatisch ausfüllen lässt, und der Username ein at-Zeichen (@) enthält, fügt KeePassX stattdessen ein ⅛-Zeichen ein. Mit diesem Befehl kann man Abhilfe schaffen:

setxkbmap de

Diesen Befehl kann man auch beim Startup ausführen lassen, indem man ihn einfach in die Startprogramme aufnimmen (Dash > Startprogramme). Dort muss er dann aber so lauten:

bash -c "setxkbmap de"

Festplattentemperatur in PSensor anzeigen

Um die Festplattentemperatur anzuzeigen bietet sich hddtemp an. Da es aber mit root-Rechten laufen muss, kommt PSensor nicht an die Daten ran.

Abhilfe: hddtemp als daemon starten:

  • /etc/default/hddtemp editieren:
    • RUN_DAEMON="true"
    • DISKS="/dev/sda" - oder was bei dir zutrifft
  • speichern
  • reboot

Wer das ohne reboot mal ausprobieren möchte:

sudo hddtemp -d /dev/sda

und jetzt PSensor neu starten.

mehrere Videos zusammenfügen – ohne sie neu zu kodieren

Wenn man zum Beispiel mit Handbrake eine DVD mit mehreren Kapiteln rippt, bekommt man als Ergebnis unweigerlich mehrere Dateien heraus.

Mit ffmpeg lassen sich mehrere Videos schnell zusammenfügen:

ffmpeg -i "concat:teil1.m4v|teil2.m4v" -c copy output.m4v

- copy sorgt dafür, dass die Videos nicht neu kodiert werden. Das Zusammenfügen geht dadurch sehr schnell.

Falls das nicht klappt: Eine Datei videos.txt mit Dateinamen der Videos erstellen – dieses Format:

file 'teil1.m4v'
file 'teil2.m4v'

Dann diesen Befehl verwenden:

ffmpeg -f concat -i videos.txt -c copy output.m4v
Funktioniert nicht?

Bekommst du diese Meldung

Unrecognized option ‘c’
Failed to set value ‘copy’ for option ‘c’

oder die Meldung, dass concat eine nicht bekannte Funktion ist, liegt es daran: ffmpeg ist in den meisten Distros nicht in der aktuellsten Version vorhanden; concat und copy funktionieren nicht. Hier eine Anleitung um sich die aktuellste ffmpeg-Version selbst zu kompilieren. Dauert ewig, aber funzt problemlos.